Mainzigartig mobil

Bau

Anbindung des Stadtquartiers Zollhafen über eine weitere Stichstrecke

Wachstum und Entwicklung des motorisierten Individualverkehrs führen wie in allen großen deutschen Städten auch in Mainz zu erheblichen, verkehrlichen, städtebaulichen und umweltrelevanten Problemen. Zur Lösung dieser Probleme kann ein attraktiver öffentlicher Personennahverkehr beitragen. Dazu muss er effizient und kostengünstig betrieben werden.

Als am 30. Januar 2012 der Antrag auf Planfeststellung für den Neubau der Mainzelbahn eingereicht wurde, hat die Stadt vor diesem Hintergrund die im Nahverkehrsplan dokumentierte Überlegung aufgegriffen, das künftige Stadtquartier Zollhafen über eine weitere Stichstrecke anzubinden. Der Bebauungsplan für dieses Gebiet ist im Juni 2015 in Kraft getreten. Er setzt Wohn- und Gewerbenutzungen fest und trägt damit nicht zuletzt der wachsenden Nachfrage nach innerstädtischen Wohngebieten Rechnung. Auf seiner Grundlage können Wohnungen für ca. 2.500 Einwohner und Arbeitsstätten für ca. 4.000 Beschäftige geschaffen werden. Der Plan ist so konzipiert, dass er die Immissionskonflikte aus dem Nebeneinander von Verkehr, Gewerbe und Wohnen möglichst entschärft. Dazu gehört auch eine Optimierung der ÖPNV-Anbindung.

Das Teilvorhaben Zollhafen umfasst die Erschließung des neuen Stadtquartiers Zollhafen, ausgehend von der vorhandenen Betriebsstrecke im Kaiser-Karl-Ring. Dort wird die bereits für bedarfszwecke bestehende Haltestelle "Straßenbahnamt/MVG" umgebaut. Vor dort aus quert die neue Trasse die Rheinallee und folgt der Straße "Am Zoll- und Binnenhafen" auf ca. 150 Meter Länge. Hieran schließt eine Wendeschleife in Form einer Blockumfahrung an, in der sich die Endhaltestelle "Zollhafen" befindet. Die Trasse wird ausschließlich im öffentlichen Verkehrsflächen und öffentlichen Grünflächen verwirklicht.