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Dialog

Fragen & Antworten

Wird das Stadion an Spieltagen angefahren?

In der Entscheidung ob das Stadion an Spieltagen angefahren werden kann, ist die MVG nicht frei. Vielmehr bedarf es einer Abstimmung mit den Beteiligten, zum Beispiel der Stadt oder den Einsatzkräften. Die Abwicklung des Stadionverkehrs kann grundsätzlich auch nicht ausschließlich von der Straßenbahn getragen werden und so wird es auch nach Fertigstellung der Trasse einen Shuttleservice mit Bussen geben.

Wo wird während der Bauphase das Baummaterial gelagert?

Baumaterial darf ausschließlich im Baufeld, das heißt im zukünftigen Trassenbereich sowie auf zwei Baustelleneinrichtungsflächen an der Brücke Koblenzer Straße und der L426 gelagert werden. Die von der Maßnahme nicht betroffenen Bereiche dürfen somit ohne zusätzliche Genehmigung nicht als Lagerstätte genutzt werden.

Ist es vorgesehen im Rahmen der Baumaßnahmen auch Park-And-Ride-Parkplätze einzurichten?

Im Rahmen des Straßenbahnausbaus  sind keine Park-And-Ride-Parkplätze vorgesehen. In Abstimmung mit der Stadt Mainz gibt es jedoch Optionsflächen im Bereich Erich-Dombromski-Straße, die bei einer entsprechenden Nachfrage in Betracht kämen.

Wie wird sich die ohnehin schlechte Parkplatzsituation am Einkaufszentrum auf dem Lerchenberg nach Baufertigstellung verändern? Entstehen auch neue Parkmöglichkeiten?

Im Bereich des Einkaufszentrums zwischen Schulzentrum Lerchenberg und Kreisel Hindemithstraße / Brucknerstraße stehen heute 213 Parkplätze zur Verfügung. Hierin sind keine Parkplätze für Hausbewohner in den angrenzenden Straßen berücksichtigt.
Die Stadt Mainz hat im Vorfeld der Planungen durch Zählungen an Werktagen die Auslastung der Parkplätze im Tagesverlauf dokumentiert. Bei den insgesamt 213 Parkplätzen wurde eine Maximalauslastung von 162 Stellplätzen zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr festgestellt. Das entspricht einer Auslastung von 76 Prozent. Zu wenige Parkplätze standen somit zu keinem Zeitpunkt zur Verfügung. In den erhobenen Daten sind auch die bereits heute schon vorhandenen Dauerparker dokumentiert. Dieser Anteil, davon geht auch die Stadtverwaltung aus, wird sich mit dem Ausbau der Straßenbahn nicht nachweislich verändern, da bereits heute durch die Vielzahl an Buslinien ein entsprechendes Angebot für potentielle "Umsteiger" besteht.
Im Rahmen des Straßenbahnausbaus werden 90 Parkplätze wegfallen, 70 neue Parkplätze werden hergerichtet. Die abgängigen Parkplätze befinden sich ausschließlich auf der dem Einkaufszentrum abgewandten, südlichen Straßenseite, alle neu zu erstellenden Parkplätze entstehen auf der dem Zentrum zugewandten nördlichen Straßenseite. Wenngleich die Gesamtzahl der Parkplätze um 20 auf 193 sinkt, liegt dies immer noch deutlich über der erhobenen Maximalauslastung von 162. Darüber hinaus ist ein Großteil der neuen Parkplätze vom Einkaufszentrum zukünftig besser erreichbar.
Im Bereich Hindemithstraße 39, zwischen dem Kreisel Brucknerstraße und Einfahrt ZDF stehen heute 146 Parkplatztaschen, zzgl. etwa 15 Straßenrandstellplätze zur Verfügung. 102 Parkplätze gehören zum Anwesen Hindemithstraße 39, die übrigen Stellplätze sind öffentlich. Die 102 Stellplätze werden in Abstimmung mit dem Eigentümer alle wiederhergestellt, teilweise an neuer Stelle. Bis auf die Straßenrandparkplätze vor dem Anwesen Hindemithstraße 39 bleiben auch die öffentlichen Parkplätze unverändert.  Die maximale Auslastung betrug in einer zweimalig ganztägig durchgeführten Erhebung der Stadt Mainz für den gesamten Bereich 104 Parkplätze, sodass bei zukünftig weiterhin 146 Parkplätzen auch ohne die zusätzlichen Randparker davon auszugehen ist, dass nach Umbau des Bereiches weiterhin genügend Parkraum zur Verfügung steht.

Stellen Straßenbahnen aufgrund ihres hohen Fahrzeuggewichtes eine höhere Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer als Busse dar?

Die Bahn fährt nahezu ausschließlich auf einer eigenen Trasse und ist somit auch konfliktärmer als ein Busbetrieb. Selbst in Bereichen mit Mischnutzung, wie wir es aus Gonsenheim im Bereich der Breite Straße oder von der Schillerstraße kennen, sind keine Unfallschwerpunkte vorhanden. Statistisch gesehen sind Straßenbahnen mit nur ein bis zwei Prozent am Unfallgeschehen in Kommunen beteiligt, oft auch weniger. Von diesen Unfällen sind 80 bis 90 Prozent auf Fremdverschulden zurückzuführen. Anders ausgedrückt: Von 1.000 Unfällen verschulden Straßenbahnen maximal vier.

Wieso ist ein attraktiver ÖPNV ein Standortvorteil für Mainz?

Sie stärken die Stadt Mainz im Wettbewerb um die Ansiedlung neuer Einwohner, Unternehmen und Besucher, weil sie das Stadtbild auf attraktive Weise verändern und die Mobilität auf moderne und umweltfreundliche Art erhöhen. Ein Beispiel: In Anzeigen zum Verkauf oder zur Vermietung einer Immobilie/Wohnung ist der Hinweis auf die Nähe zu einer Straßenbahnhaltestelle die Erfolgsaussicht. Auch der Einzelhandel dürfte von einer Mobilitätserhöhung profitieren.

Warum werden Straßenbahnen häufig besser angenommen als Busse?

Dafür gibt es viele Gründe: Auf überwiegend eigener Trasse kommt die Straßenbahn schneller und pünktlicher voran und der Fahrweg ist störungsfreier. Durch die leisen und geräumigen Fahrzeuge ist man komfortabler unterwegs. Außerdem sorgen breite Türen für schnelleres Ein- und Aussteigen.

Wie wird die Straßenbahntrasse an der Ecke Marienborner Straße und Wilhelm-Quetsch-Straße verlaufen?

Die geplante Straßenbahntrasse im Bereich der Marienborner Straße, Ecke Wilhelm-Quetsch- Straße verläuft parallel zur Marienborner Straße bzw. auf der „alten“ Marienborner Straße. Der Flächenbedarf beschränkt sich auf das Straßenbegleitgrün bzw. auf die ehemalige Straßenbreite.

Aus welcher Intention heraus wurde ein Bedarf gesehen in Bretzenheim, Marienborn und Lerchenberg mit einer Straßenbahn den ÖPNV auszustatten? Welche Erhebungsarten und Erhebungsmethoden liegen dieser Annahme zugrunde? Aus welchem Jahr stammen diese Grundlagen und von wem sind diese?

In den letzten Jahren hat die MVG Fahrgastzuwächse in Höhe von ca. 10 % zu verzeichnen. Basis dieser Statistik sind die Verkaufszahlen der Fahrkarten sowie kontinuierliche Fahrgastzählungen mittels manueller Erhebungen und automatisierter Zählungen. Die Ermittlung der studentischen Fahrgäste erfolgt semesterspezifisch durch Zählungen an den relevanten Haltestellen um die Universität und die Fachhochschule, die von einem Wirtschaftsprüfer testiert werden. Für die Ermittlung des Schwerbehindertenanteils erfolgen zweijährig Erhebungen als Grundlage für die Ausgleichszahlungen durch Land und Bund, nach festen Vorgaben. 

Für die Standardisierte Bewertung wurden verschiedene Strukturdaten, wie die Bevölkerungsprognose 2007 bis 2020 zugrunde gelegt. Für die Verkehrsdaten gibt es umfangreiche Untersuchungen, unter anderem Vollerhebungen der Verkehrsverbünde RMV und RNN aus den Jahren 2004 und 2003. Zudem wurde durch die Gesellschaft für Verkehrsberatung und Systemplanung mbH (GVS) im Auftrag der Städte Wiesbaden und Mainz ein Modell auf Basis aller vorliegenden Informationen für den öffentlichen Personennahverkehr im Großraum Mainz/Wiesbaden erarbeitet, das als Grundlage der Standardisierten Bewertung verwendet werden konnte.

Wie ist der Streckenverlauf der Mainzelbahn im Bereich Ostergraben Koblenzer Straße geplant?

Die derzeit geplante Trasse zur Erschließung des Ostergrabens in Mainz-Bretzenheim mit der Mainzelbahn verläuft parallel zur Straße Am Ostergraben. Der Flächenbedarf wird sich auf das Straßenbegleitgrün beschränken.