Mainzigartig mobil

Dialog

Fragen & Antworten

Wird das Stadion an Spieltagen angefahren?

In der Entscheidung ob das Stadion an Spieltagen angefahren werden kann, ist die MVG nicht frei. Vielmehr bedarf es einer Abstimmung mit den Beteiligten, zum Beispiel der Stadt oder den Einsatzkräften. Die Abwicklung des Stadionverkehrs kann grundsätzlich auch nicht ausschließlich von der Straßenbahn getragen werden und so wird es auch nach Fertigstellung der Trasse einen Shuttleservice mit Bussen geben.

Ist eine Verlängerung der Mainzelbahn bis zum Zollhafen vorstellbar?

Ja, die Erweiterung zum Zollhafen wird umgesetzt. 

Wird sich die Anbindung der Rubensallee auf dem Lerchenberg durch den Bau der Straßenbahn verschlechtern?

Die Anbindung der Rubensallee im Norden vom Lerchenberg wird sich durch die Inbetriebnahme der Mainzelbahn Ende 2016 nicht verschlechtern, die Linie 54 wird mit dem heutigen Fahrtenangebot zwischen Ginsheim und Lerchenberg/Hebbelstraße bestehen bleiben. Ab der Hebbelstraße fährt die Linie dann weiter über Ober-Olm bis zum Bahnhof Klein-Winternheim/Ober-Olm. Dadurch erhält der Lerchenberger Norden sogar eine Umsteigeverbindung von/zu den Regio-Zügen aus/in Richtung Alzey.
Um auch die Verbindung zum Einkaufszentrum an der Hindemithstraße aufrecht zu erhalten, wird eine neue Linie eingeführt. Diese wird zwischen Lerchenberg Menzelstraße, Hebbelstraße, Hindemithstraße und voraussichtlich Lortzingstraße Lerchenberg weiterhin umsteigefrei alle 30 Minuten innerörtlich miteinander verbinden. Sie wird Lerchenberg auch an Drais und Finthen anbinden.

Warum wird das Gutenberg-Center nicht mit einer eigenen Haltestelle angebunden?

Das Gutenberg-Center wird weiterhin mit Bussen direkt angefahren. Die Straßenbahn passiert das Gutenberg-Center in ca. 200 Metern Entfernung, so dass die Anbindung mit dem Bus kürzere Fußwege hat. Eine zusätzliche Straßenbahnlinie würde hingegen einen zusätzlichen Halt und damit noch kürzere Haltestellenabschnitte und längere Fahrzeiten für weiterfahrende Fahrgäste verursachen.

Wie viele Haltestellen wird es in der Marienborner Straße geben?

In der Marienborner Straße werden drei Straßenbahnhaltestellen eingerichtet werden. Die heutige Bushaltestelle Essenheimer Straße entfällt mit Inbetriebnahme der Straßenbahn.

In welchem Takt wird die Mainzelbahn fahren?

Die Neubaustrecke der Mainzelbahn wird  zukünftig von den Straßenbahnlinien 51 und 53 bedient, die zusammen in einem 7 ½- bis 10-Minutentakt fahren. Zu Stoßzeiten wird sie zwischen Hauptbahnhof und Fachhochschule noch kürzer getaktet sein. Genau wie im sonstigen ÖPNV wird die neue Straßenbahn in den späteren Abendstunden und an Wochenenden sowie Feiertagen entsprechend weniger frequentiert fahren.

Wie wird das Straßenbahnnetz mit der Mainzelbahn zukünftig aussehen und wann steht fest wie der Busverkehr geregelt wird?

Im Rahmen der Erstellung der Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) / Standardisierten Bewertung wurde ein Gesamtverkehrsmodell erstellt, in dem auch das zukünftige ÖPNV-Angebot mit Linienwegen und Takten hinterlegt wurde. Ein "einfach mal schauen" was 2016 wo und wann fahren soll ist auch vor dem Hintergrund der Förderung des Projektes durch Bund und Land nicht möglich.
Aufgrund der Untersuchungen zur zusätzlichen Erweiterung der Straßenbahn in den Zollhafen Mainz werden sich jedoch im Busnetz ggf. nochmals geringfügige Änderungen ergeben, weshalb das Netz aktuell nicht aktiv kommuniziert wird. Es wird, sollte die Zollhafenerweiterung kommen, die vorliegende NKU in Abstimmung mit den Zuwendungsgebern fortgeschrieben. Im Zusammenhang einer Fortschreibung würden dann auch nochmals Optimierungsmöglichkeiten, z.B. im Anschlussverkehr aus dem Umland geprüft.
Das geplante Straßenbahnnetz wird davon nicht berührt sein. Es wird folgende Straßenbahnlinien geben:

  • Linie 50 Finthen/Römerquelle - Hechtsheim/Bürgerhaus (unverändert)
  • Linie 51 Finten/Poststraße - Lerchenberg/Hindemithstraße
  • Linie 52 unverändert
  • Linie 53 Hechtsheim/Bürgerhaus - Lerchenberg/Hindemithstraße

Im Busbereich bleiben folgende Linien unverändert:
28, 33, 45, 55, 56, 57, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 66, 67, 75, 79, 90, 91, 92, 99, N7
Änderungen ergeben sich bei folgenden Buslinien:

  • Die heutige Linie 54 verkehrt von Ginsheim über Drais kommend ab der Hebbelstraße weiter über Ober-Olm nach Klein-Winternheim.
  • Die heutige Linie 68 fährt von Hochheim kommend ab Mainz/Hbf weiter nach Finthen und  Wackernheim und ersetzt somit ab Mainz/Hbf die heutige Linie 58 auf diesem Abschnitt
  • Linie 69 entfällt
  • Die Linie 70 verkehrt wie heute ab Straßenbahnamt/MVG , jedoch nur noch bis Marienborn/Kardinal-von-Galen-Straße

Zwischen Lerchenberg Menzelstraße, Hebbelstraße, Hindemithstraße und voraussichtlich Lortzingstraße wird eine neue Buslinie Lerchenberg weiterhin umsteigefrei alle 30 Minuten innerörtlich miteinander verbinden. Diese Linie bindet Lerchenberg auch an Drais und Finthen an.
Im Zusammenhang der Erweiterung Zollhafen sind folgende Buslinien nochmals in Prüfung: Linien 6, 6A, 9, 47, 58, 71, 76

Führt die Mainzelbahn zum Wegfall von Buslinien?

Auch das Busnetz muss und wird sicher, z.B. mit neuen Direktverbindungen, optimiert werden. Das machen wir aber unabhängig von dem Projekt der Mainzelbahn. Sicher ist, dass alle Haltestellen weiterhin bedient werden müssen, denn mit der Gesamtmaßnahme sollen ja Fahrgäste für Bus und Bahn gewonnen werden. Wir wollen einen attraktiven ÖPNV für die Menschen in unserer Stadt.

Ist es untersucht und möglich, dass die Landeshauptstadt Mainz mit den entsprechenden Stellen der Landesregierung für unsere Stadt ein angepasstes zukunftsfähiges ÖPNV-Konzept aufstellt und wenn ja in welchem Stadium der Planung/Überlegung ist dieser Prozess mit welchen zeitlichen Vorstellungen?

Die Zuständigkeit für den örtlichen ÖPNV liegt in Rheinland-Pfalz bei den kommunalen Gebietskörperschaften, in Mainz also bei der Stadt. Der regionale ÖPNV, in der Regel der Schienenverkehr und ergänzende Regio-Buslinien, wird durch den Schienenpersonenzweckverband Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV) organisiert, die Stadt Mainz ist Mitglied dieses Zweckverbandes. Daneben organisiert der Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN) die Zusammenarbeit der Landkreise Birkenfeld, Bad Kreuznach, Alzey-Worms, Mainz-Bingen und der Landeshauptstadt Mainz hinsichtlich der örtlichen Nahverkehrsangebote. Auf dieser Ebene werden auch die jeweiligen Nahverkehrspläne abgestimmt bzw. ein gemeinsamer Nahverkehrsplan auf Basis der einzelnen Pläne erstellt. Ergebnis dieser Zusammenarbeit sind unter anderem die in den vergangenen Jahren eingeführten Gemeinschaftslinien 64, 66, 68 und 71. Mit dem Ausbau der Straßenbahn ergeben sich gerade für die Verknüpfung der Nahverkehrsangebote zwischen dem Landkreis Mainz-Bingen und der Stadt Mainz weitere Entwicklungsmöglichkeiten, unter anderen am Bahnhof Marienborn.

Um die Straßenbahn wirtschaftlich zu betreiben, sollen nach Aussage der MVG die Buslinien angepasst werden. Was bedeutet das? Wie verändert sich das? Wie sehen diese aus?

Bei Realisierung der Straßenbahnlinie bis zum Lerchenberg werden die Buslinien auf das neue Verkehrsangebot hin angepasst. Dies bedeutet konkret, dass echte Parallelverkehre entfallen und die für die übrigen Verkehrsbeziehungen erforderlichen Buslinien in ihren Fahrplänen auf die Straßenbahn abgestimmt werden.